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Laut einem Bericht der französischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Anses), den die Zeitung „Le Monde“ und Radio France Anfang April enthüllten, ist das Wasser aus dem Hause des Schweizer Unternehmens Nestlé Waters mit E-Coli-Bakterien, Fäkalien, sowie Spuren von Pestiziden, Dünger und PFAS verunreinigt. Betroffen sind berühmte Mineralwässer wie Perrier, die Marken Vittel und Hépar. Die Anses informierte bereits im Herbst 2023 die Regierung, doch statt die Verbraucher zu warnen, hielt sie die Information vor ihnen zurück.
Am 30. April 2024, muss sich Frankreich deshalb den anderen EU Mitgliedstaaten bei einer Sitzung des Ständigen Ausschusses für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (ScoPAFF) erklären. Die Europäische Kommission führt eine Prüfung der französischen Behörden durch und überprüft dabei auch vor Ort fragwürdige Machenschaften. Es besteht der Verdacht auf Korruption, Vertuschung, Betrug und Gesundheitsgefährdung.
Gleich mehrere NESTLE Quellen sind so stark verunreinigt, dass ein Verkauf des Wassers strafbar wäre. Die europäischen Rechtsvorschriften verbieten jedoch jede Desinfektion von Mineralwasser. Seine Reinheit soll aus unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen stammen, das natürlich von hoher mikrobiologischer Qualität sein muss – im Gegensatz zu Leitungswasser, das desinfiziert wird, bevor es sicher zu trinken ist. Der teils hundertfache Preis von Mineralwasser im Vergleich zu Leitungswasser, wird damit gerechtfertigt.
Doch kommen hier zwei weitere Skandale ans Licht: Nestlé Waters, informierte laut französischer Medien die Behörden bereits im Jahr 2021, dass es zu verbotene Behandlungen mit UV- und Kohlfiltern auf einigen seiner Mineralwasser gegriffen habe, um „die Ernährungssicherheit zu erhalten“, sagte ein Sprecher der Agence France-Presse (AFP) schon im Januar 2024 und bestätigte damit eine Information aus der neuen Echo-Zeitung Les Echos.
Der Senat setzte jetzt einen Ad-Hoc-Ausschuss ein, der den Wasserskandal untersuchen soll.
Eine 53-jährige Berichterstatterin des Ausschusses, Antoinette Guhl, will nicht nur untersuchen, wie das Mineralwasser verunreinigt wurde, sondern auch die Beziehung zwischen Regierung und Wasserindustrie unter die Lupe nehmen. Nicht nur, dass die Regierung informiert war, schlimmer noch: Die Regierung soll Nestlé per Präfekten Erlass* im Februar 2023 ausdrücklich erlaubt haben, sein Wasser mit Mikrofiltern zu filtern. Auf die verbotenen UV-Strahlen und die Aktivkohle versprach das Unternehmen daraufhin zu verzichten. Nach den jüngsten Enthüllungen ließ Nestlé mitteilen, dass die Qualität seines Mineralwassers stets garantiert sei. „Wir werden weiter Mineralwasser aus Bohrbrunnen abfüllen, die den strikten Normen für natürliches Mineralwasser und den Präfekten Erlassen entsprechen“, zitierte „Le Monde“ den Konzern, gegen den die Staatsanwaltschaft Epinal** wegen Betrugs ermittelt.
*ein Präfekt ist in Frankreich ein oberster Verwaltungsbeamter eines Departments.
**Épinal ist die Hauptstadt (Präfektur) des französischen Départements Vosges in der Region Grand Est.
Verunreinigungen im Leitungswasser wie auch in teuren Wässern aus der Flasche kommen regelmäßig vor. Wer sein Trinkwasser mit Hilfe eines professionellen Umkehr-Osmose-Filters mit anschließender Belebung zu Hause selbst filtert, hat die größte Gewissheit sauberes, giftfreies Wasser zu trinken. Dies ist auch noch kostengünstiger, nachhaltiger und umweltfreundlicher. Mehr zum Thema Wasser, Umkehrosmose oder einem modernen Highend-Wasserfilter, findet Du in diesem Kanal.➡️
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