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Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie sowie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sehen es als erwiesen an, dass endokrine Disruptoren (Umwelthormone) unter anderem an der Entstehung von Brust- und Prostatakrebs, Unfruchtbarkeit, Diabetes mellitus, kardiovaskuläre Erkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen sowie neurologischen, neurodegenerativen und psychischen Erkrankungen beim Menschen beteiligt sind. Von der Öffentlichkeit, Vertretern der produzierenden Industrie sowie der Politik werden diese Erkenntnisse seit einigen Jahren kontrovers diskutiert.
„Manche der chemischen Substanzen wirken wie Hormone und binden im Körper an einen Hormonrezeptor. Andere wiederum blockieren Hormonrezeptoren und verhindern so, dass körpereigene Hormone andocken und wirksam werden können“, erklärt Professor Dr. rer. nat. Josef Köhrle vom Institut für Experimentelle Endokrinologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). Wieder andere Substanzen stören die Produktion oder die Umwandlung körpereigener Hormone und bringen so das fein austarierte Hormonsystem aus der Balance. „Seit Jahrzehnten beobachten wir eine zunehmende Beeinträchtigung der männlichen und weiblichen Fruchtbarkeit“, sagt Köhrle. Fünf bis zehn Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter litten beispielsweise an dem Syndrom der polyzystischen Ovarien (eine Stoffwechselkrankheit) das für Zyklusstörungen, Zysten in den Eierstöcken und ungewollte Kinderlosigkeit verantwortlich ist. „Es gibt mehr hormonabhängige Tumoren, also mehr Prostata-, Hoden- und Brustkrebs, Jugendliche kommen früher in die Pubertät, Übergewicht und Diabetes nehmen ebenso zu wie Entwicklungsstörungen bei Kindern“, so Köhrle weiter. Wenngleich es immer Ursachenbündel sind, die Krankheiten verursachen, bestehe kein Zweifel daran, dass bestimmte EDCs wie Bisphenole oder Phthalate daran beteiligt sind, die beide in der Herstellung von Kunststoffen, vielen Haushaltsgegenständen und Körperpflegemitteln verwendet werden, so der Experte.
Der sicherste Weg die Aufnahme von hormonähnlichen Substanzen zu vermeiden ist die Verwendung eines Wasserfilters und kein Wasser aus Plastikflaschen oder ungefiltertes Leitungswasser. Hochwertige Filtersysteme für zu Hause bieten heute Sicherheit gegen Hormone und weitere Verunreinigungen im Trinkwasser. Gleichzeitig tut man eine Menge nachhaltiges für Umwelt und Natur.
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