Wassermoleküle (H2O) bestehen aus drei Atomen: Ein leicht negativ geladenes Sauerstoff-Atom (O) bindet jeweils zwei leicht positiv geladene Wasserstoffatome (H). Im flüssigen oder gasförmigen Zustand (als Wasserdampf) bewegen sich die Moleküle frei im Raum.
Wenn die Temperatur sinkt und Wasser zu Eis gefriert, verbinden sich die einzelnen Wassermoleküle miteinander. Und zwar sehr symmetrisch, in Form von Sechsecken, die durch die Anlagerung weiterer Moleküle zu einem dreidimensionalen sechseckigen Gitter wachsen. Chemiker nennen diese entstehende Struktur ein „hexagonales Kristallsystem“.
Prof. Dr. Udo Buck vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation sagt:
„Wir haben kürzlich in einem Experiment herausgefunden, dass bereits 475 Wassermoleküle einen Eiskristall bilden, davor ging man von rund 1000 Molekülen als Minimum für einen kompletten Kristall aus.“ Durch die Anlagerung von immer mehr Wassermolekülen wachsen bei Unterkühlung immer mehr Eiskristalle.
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